Die Diagnose

von Peter Tertinegg

„ … und auf einmal kam ich darauf, w a r u m es mir ständig so schlecht ging –
Ich gehe gerne ins Kino, und zwar mehrmals in der Woche. Und die wenigsten der Filme, die ich mir dann anschaue, sind deutschsprachig gedrehte.
Doch was ist bei allen synchronisierten Filmen der Fall – nehmen wir nur einmal einen im Original englischsprachigen Film: I b e l i e v e – spricht der Schauspieler in der originalen Fassung: Ich g l a u b e – hört man ihn sagen – und vergleichen Sie jetzt einmal die verschiedenen Mundstellungen: I b e l i e v e – Ich g l a u b e – da lügt sich ja jemand regelrecht an -! Oder: Give me the k e y – Gib mir den S c h l ü s s e l – he k i l l e d – er
t ö t e t e – at r o o s t – auf der S t a n g e – überall dasselbe -!
Wie soll also ein Mensch gesund bleiben, der mehrere Stunden in der Woche unaufhörlich jemanden etwas anderes sagen s i e h t, als er es h ö r t – können Sie mir d a s verraten??“

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